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Filmwerkschau Bayern
 

Die Filmwerkschau(fws)-Bayern entstand 1974 in Herrsching, hervorgegangen aus einer kulturell-politischen Initiativ­gruppe. Rolf Grafwallner, Christoph Quinger u.a. veranstalteten ein Kurzfilmfestival, das mit Werner Herzog einen prominenten Gast hatte.

Michael Hecht, Lui Will und später Thomas Müller als Super-8-Aktive aus München kamen ab 1975 dazu. Die Gruppe organisierte Filmfestivals in Herrsching (1975, 76, 78) und im Münchner Filmmuseum („Filmschau der Autoren“ 1979 und 1980). Die Unterstützung des Kulturreferats der Stadt München ermöglichte die Verknüpfung der Autorenfilmer. Ein regelmäßiges Rundschreiben „Filmwerkschau“ wurde an etwa 100 Interessierte verschickt. Ein regelmäßiger Filmer-Stammtisch förderte den kreativen Austausch.

Im Filmmuseum und im Werkstattkino wurden Super 8 Kurzfilme aus der BRD und der Schweiz gezeigt. Es gab bundesweite Kontakte zu den Filmwerkschau-Gruppen in Berlin, Essen, Nürnberg und Tübingen.

Die Filmemacher unterstützten sich gegenseitig bei ihren (low-budget-)Produktionen und es entstanden viele gute Diskussionen darum herum. Der Spaß war immer dabei. Ab 1984 gab es im Rahmen von „filmstadt münchen“ regelmäßig kleinere Filmveranstaltungen der Super-8 Szene im Werkstattkino und Maxim Kino in München.

Der Versuch, die Distribution von unabhängigen (8mm)Filmen in Form des Filmverleihs Gegenlicht zu professionalisieren, wurde auch von der Filmwerkschau Bayern unterstützt. So war die Verleihzentrale des Gegenlicht-Verleihs/Berlin kurzzeitig in München untergebracht. Gegenlicht scheiterte jedoch schließlich an der geringen Ausleihfrequenz.

Essentials:
– Gruppe von etwa 10 aktiven Filmemachern/ Super 8
– Bundesweite Verknüpfungen
– regelmäßige Filmsichtungen
– Reisen zu Festivals(Berlin, Tübingen, Werl, Solothurn)
– Organisation und Durchführung von ca. 25 öffentlichen Filmtagen(1975 – 1988)
*Gegenlicht-Filmverleih

Die Aktiven der fws Bayern waren damals u.a. :
Rolf Grafwallner, Wolfgang Hardte, Michael Hecht, Robert Hültner, Uli Lantow, Ilse März, Thomas Müller, Gerd Neuner, Hans Unsöld, Christoph Quinger, Henry Schmalfeld, Dieter Stolz, Peter Syr.